Zum Abschluss des Projektes „Potenziale frugaler Innovationen“ fand am 27. September 2017 ein Symposium in Hamburg statt

Am 27.09.17 trafen sich zum Abschlusssymposium „Potenziale frugaler Innovationen“ 30 Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Hamburg. Ziel der Veranstaltung waren die Präsentation und Diskussion der Forschungsergebnisse, insbesondere zu Charakteristiken frugaler Innovationspfade am Beispiel der Automobilzulieferindustrie und daraus abgeleiteter Handlungsempfehlungen für das deutsche Forschungs- und Innovationssystem. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass insgesamt eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz frugaler Innovationen für Deutschland erwartet wird. Bestehende Kategorisierungen wie „High-Tech“ und „Low-Tech“ werden dem Phänomen frugaler Innovationen nicht gerecht, da die Entwicklung erschwinglicher ressourceneffizienter Lösungen in angemessener und benötigter Qualität im Vordergrund steht. Die vorgetragenen Ergebnisse wurden auch in mehreren Arbeitspapieren von TIM-TUHH und Fraunhofer-IMW veröffentlicht, welche auf dieser Website zu finden sind.

Darüber hinaus gab es Vorträge von drei externen Experten. Prof. Dr. Aravind Chinchure von der Symbiosis International University war aus Indien zu Gast. Er hielt einen Vortrag zu „Frugal Innovation Pathways: Insights from India“ mit vielen Praxisbeispielen frugaler Innovation aus Indien. Christine Ax, seit den 1990er Jahren als Wissenschaftlerin und Autorin im Bereich nachhaltige Entwicklung aktiv, hielt einen Vortrag zur Bedeutung der Reparaturfähigkeit für frugale Innovationen. Sie ist auch Mitgründerin und Sprecherin vom „Runden Tisch Reparatur“ in Berlin. Daniel J. Kruse, Doktorand am TIM-TUHH Institut, präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse aus Indonesien zu „Frugal Innovation for Humanitarian Challenges“. Abschließend fand eine Podiumsdiskussion zu weiterführenden Implikationen der Forschungsergebnisse für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik statt, bei der die Notwendigkeit weiterer Forschung zu praktischen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sowie Best Practices für frugale Entwicklungen betont wurden.

Konferenz- und Fachbeiträge zu „Potenziale frugaler Innovationen“

In den vergangenen Wochen stellte das Forscherteam des Fraunhofer IMW und der Technischen Universität Hamburg bereits Großteile der Ergebnisse bei Konferenzen und Tagungen vor. Dr. Tiwari präsentierte das Paper “Assessing innovation capabilities in India’s auto component industry”, von Rajnish Tiwari und Katharina Kalogerakis, auf der R&D Management Konferenz in Löwen (3.-5. Juli) und das Paper „Enablers of Frugality: An Examination of Emerging Innovation Patterns in India’s Auto-Components Industry”, von Rajnish Tiwari und Katharina Kalogerakis, auf dem Workshop on “Innovation in Emerging Economies” an der TU Berlin (13. Juli). Dr. Fischer hielt Vorträge bei der Bertelsmannstiftung in Berlin, bei dem Verband deutscher Ingenieure in Frankfurt und an der HHL Leipzig Graduate School of Management.

Einladung zur Abschlusskonferenz „Potenziale frugaler Innovation“

Das Forscherteam des Fraunhofer IMW und der Technischen Universität Hamburg lädt am 27. September 2017 herzlich zur Abschlusskonferenz nach Hamburg ein, um die Ergebnisse aus dem Projekt „Potenziale frugaler Innovation“ zu präsentieren und mit Experten und Interessierten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu diskutieren.

Review Workshop in Hamburg am 03.02.2017

Als Abschluss des dritten Arbeitspaketes (AP3) fand am 03.02.2017 ein Review Workshop mit vier externen Experten aus Wissenschaft und Industrie statt. Thema des Workshops waren Innovationspfade in der deutschen und in der indischen Automobilzulieferindustrie, die im Rahmen des Projektes identifiziert wurden. Sowohl zur deutschen als auch zur indischen Automobilzulieferindustrie wurde ein kurzes Branchenprofil sowie die Ergebnisse von 32 Interviews vorgestellt, welche das Projektteam mit Managern aus Deutschland und Indien durchgeführt hatte.

Insgesamt sind die Projektergebnisse auf positive Resonanz bei den eingeladenen Experten gestoßen. Neue Erkenntnisse, die sich aus der regen Diskussion im Rahmen des Workshops ergeben haben, werden zurzeit weiter ausgearbeitet und fließen in zwei Arbeitspapiere zu den Ergebnissen von AP3, die demnächst hier veröffentlicht werden.

Workshop in Hamburg

Projektpartner präsentieren Zwischenergebnisse auf internationalen Konferenzen



Vom 19. -22. Juni nahm der Projektpartner TUHH an der ISPIM Conference in Porto teil und präsentierte Projektzwischenergebnisse in einer sog. Shared-Interest-Session zu „Frugal Innovations – an Innovation Concept Western Firms Cannot Ignore?“ Projektergebnisse aus AP1 und AP2.
Vom 3.-6. Juli stellten zudem beide Projektpartner (TUHH und Fraunhofer IMW Leipzig) Projektergebnisse bei der RnD Management Conference in Cambridge vor. In zwei gesonderten Sessions zum Thema „Frugal Innovation“, die vom Projektpartner TUHH organisiert und geleitet wurden, präsentierten Forscher aus Industrienationen (Europa und Japan) insgesamt 9 Paper.
Auf den beiden Konferenzen wurden die Sessions auch dazu genutzt, durch breite Diskussionen mit der Forscher-Community und Praktikern neue projektrelevante Forschungsimpulse zu generieren.

Weitere Informationen

Symposium Frugale Innovation Video

Wir freuen uns heute ein kurzes Video mit Szenen und Interviews des Symposiums Frugale Innovation, das am 24. Juni 2016 in Leipzig stattfand, zu veröffentlichen.

Wir danken allen Protagonisten dieses Kurzfilms, Prof. Dr. Cornelius Herstatt (Technische Universität Hamburg), Wolfgang Höltgen (team höltgen consulting), Dr. Luise Fischer (Fraunhofer IMW) und Dr. Rajnish Tiwari (Technische Universität Hamburg).
Das Video wurde von Till Feige und Jonas Gerhardt (Universität Leipzig) produziert.